Newsbeitrag

Tim Dorniak schreibt Facharbeit über den Schützenverein Lohne eV. von 1608

Wandel der Sozialstruktur eines Vereins im Oldenburger Münsterland:

Der Schützenverein Lohne im 19. und 20. Jahrhundert

 

Tim Dorniak (Mitte) übergibt seine Facharbeit an Präsident Uwe Moormann und stellv. Präsidenten Werner Vornhagen

„Was für den Rheinländer der Karneval ist, für den Bayern das Oktoberfest, ist für den Niedersachsen das Schützenfest.“

Dieses Zitat beschreibt unter anderem sehr deutlich, welche Bedeutung das Schützenwesen und das dazugehörige Schützenfest für die Niedersachsen (und hier im ganz besonderen für die Lohner Schützen) haben.

Die Schützenvereine im Oldenburger Münsterland sind ein elementarer Bestandteil der deutschen Vereinskultur. Sie können aufgrund ihrer langen Tradition und Brauchtumspflege als „Erinnerungsorte“ definiert werden. Daher wurde das Schützenwesen 2015 in das immaterielle UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen und zugleich als ein Teil deutscher Geschichte gewürdigt.

Gerade in Vereinen spielen die Menschen eine wichtige Rolle. So gilt es nun zu erforschen, welche Personen und Gruppen das Schützenwesen im Oldenburger Münsterland, insbesondere in Lohne, geprägt haben. Dies kann durchaus schon beim einfachen Schützen anfangen, welcher mit seinem Engagement das Schützenwesen fortführt und seinen Bestand sichert.

Überaus wichtig könnte aber auch eine Betrachtung der Schützenkönige im Wandel der Zeit sein, die während ihrer Amtszeit gemeinsam mit ihrem Thron das Schützenfest und somit auch den gesamten Schützenverein individuell und nachhaltig prägen. Folgende Fragestellungen müssen also anhand von Protokollbüchern, Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln sowie Chroniken und Bilddokumenten beantwortet werden.

Welche Bevölkerungsgruppen waren im Lohner Schützenverein aktiv? Wie hat sich die Sozialstruktur im Lohner Schützenverein im Laufe der Zeit gewandelt? Wie haben individuelle Personen den Verein verändert? Nahmen historische Epochen, wie Kaiserreich, Weimarer Republik und NS-Zeit, Einfluss auf die sozialstrukturelle Entwicklung?

 

Tim Dorniak ist seit 2015 selber Mitglied im Schützenverein Lohne, genauer in der 37. Kompanie „Zur Bleiche“. 

Durch einen guten Freund hat er den Verein kennengelernt und ist diesem aus großer Freude auch beigetreten. Schon als Kind hat Tim Dorniak sich mit den Eltern die Umzüge  angeschaut und hat danach das Schützenfest auf dem Schützenplatz besucht. Die Affinität zum Schützenverein Lohne und zum Schützenwesen allgemein war also schon recht früh gegeben. 

 

Aber es steckt mehr hinter dem Schützenwesen in Lohne als "nur" das Schützenfest als Höhepunkt im Jahr und gerade die Geschichte dahinter hat Tim Dorniak gereizt. 

Im Seminarfach "Erinnerungsorte im Oldenburger Münsterland" am Gymnasium Lohne ging es dann um die konkrete Themenauswahl für die anstehende Facharbeit. 

Ihn reizte das Thema „Schützenwesen in Südoldenburg und konkreter natürlich der Schützenverein Lohne“, der wie er erfuhr früher mal aus zwei Vereinen bestand. Dieses war Anlass genug für Tim Dorniak genauer etwas über die Sozialstruktur des Lohner Schützenverein herausfinden.  Also wer z.B. im Schützenwesen Lohnes aktiv war. Waren es nur die Menschen mit Privilegien oder auch die vielen Heuerleute in der hiesigen Region. 

Herr Dorniak konzentrierte sich auf das 19. und 20. Jahrhundert und untersuchte auch das Verhalten in der NS-Zeit. 

„Alles in allem war die Wahl genau richtig“, so Dorniak . Heute bestreitet er das Schützenjahr und das Schützenfest, mit ein wenig historischem Hintergrundwissen, ganz anders. Er hat teilweise jetzt einen anderen Blickwinkel auf den Lohner Schützenverein an sich und zu dem zu dem der Verein sich heute entwickelt hat. 

2016 rundete der Schülerpreis Oldenburger Münsterland, der jedes Jahr vom Heimatbund vergeben wird die ganze Sache ab. 

Tim Dorniak kann abschließend nur jeden ermutigen zu versuchen historisches Wissen über seinen Verein, seine Nachbarschaft oder Familie zu erlangen. 

Sollte jetzt ihr Interesse geweckt sein, und davon geht die Redaktion des Schützenblattes aus, kann die sehr interessante Facharbeit hier nachlesen.