Gästebuch

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Dienstag, 08.08.06 16:53

Helge Kröger aus Lohne

Das solche Diskussionen in einem öffentlichem Gästebuch im Internet geführt werden, wo jede Person einen Einblick hat, finde ich nicht gerade so überwältigend. Wirkliche Gäste der Internetseite müssen ja wirklich einen guten Eindruck bekommen.

Dienstag, 08.08.06 12:46

Hptm. Frank Meistermann aus Lohne

Wenn ich von einer „militärischen Prägung“ spreche und mir dann Wörter wie „paramilitärische Vereinigung“ in den Mund gelegt werden, dann zeigt mir das doch wieder einmal, auf welche Art und Weise hier diskutiert wird. Ich denke, dass zwischen den beiden Äußerungen doch ein großer Unterschied liegt, oder denkt Ihr im Ernst, dass ich den ganzen Tag mit einem Messer zwischen den Zähnen durch die Gegend laufe und dabei nur die erste Strophe des Deutschlandliedes singe? Ich bin nicht zart besaitet, aber wenn mir dann noch die Strophen des Lohner Schützenliedes in die Feder diktiert werden, wirkt das schon beleidigend. Ich bin weder „hoppla ich bin wichtig“ noch nutze ich meine Uniform als Genitalersatz für eine „entgangene militärische oder berufliche Karriere“. Ich bin ein gewählter Hauptmann unter vielen, der versucht, seine Schützen bestmöglich durch das Jahr zu bringen. Das was hier (und in Euren Kompaniegästebüchern) betrieben wird, ist angreifende und polemische Meinungsmache, weil ihr mit großer verbaler Inbrunst etwas zu dokumentieren versucht, was ich in dieser Form nicht annähernd gesagt habe.

Montag, 31.07.06 17:04

Christoph Engelmann cengelmann@web.de

Ich fand das mit den Jacken am Montag ideal.

Es reicht völlig wenn man am Sonntag seine Orden durch die Gegend trägt. Als "Alternative" könnt Ihr die Jacken ja mit dem Taxi oder Ehefrau vor schicken und auf dem Platz wieder anziehen.

Montag, 31.07.06 15:29

Mario vom Hamberg aus Lohne

@christian kröger:
Hallo Christian!

In meinem letzten Gästebucheintrag sprach ich von Anzugserleichterung ab bestimmten Temperaturen, jenes heißt doch, das die Jacken nicht getragen werden, oder? (Dieses Jahr waren es Montag ca. 25° Celsius und wir marschierten auch ohne Jacken!)
Und warum rennt jeder zweite Schütze vor Schützenfest mit seiner Jacke zur Reinigung?
Damit sie Schützenfest im Schrank hängt?
Wenn man als Schütze Orden verliehen bekommt, dann ist es normal, wenn man diese auch zeigen möchte!
Du hast vollkommen Recht, das wir auch beim Umzug Spaß haben müssen! Den haben wir auch, allein schon, wenn wir bei einigen Zuschauergruppen vorbeimarschieren!
(Eure Frauen haben ja jedes Jahr neue Ideen!Weiter so!)

mfg

Mario Kreymborg FW d. 38. Kp."Südlohner- Bergjäger"

Montag, 31.07.06 13:52

CK hauptmann@brink-sued.de

@ Mario Kreymborg: Ich kenne keinen einzigen Zuschauer, der sich bei 30° und schönstem Sonnenschein den Montagsumzug aus aus dem Grunde ansieht, weil wir Jacken anhaben. Die Zuschauer sagen auch nicht: "Boh, guck mal, wie die Alle schön militärisch diszipliniert marschieren". Die Zuschauer wollen einen fröhlichen Umzug und fröhliche Schützen sehen, die auch mal einen kleinen Spaß (selbstverständlich in gewissen Grenzen) machen. Vom Steinfelder Krötenumzug sind wir noch meilenweit entfernt und wenn es denen so Spaß macht, dann lassen wir Sie doch.

@ Christian Tombrägel, Du hast meine 99-prozentige Zustimmung.

@ Frank Meistermann
1.) In punkto Festwirt: Da hast Du im großen und ganzen Recht.
2.) In punkto Einmarsch des Schützenkönigs: Sitzend auf Bierkisten muß man S.M. wirklich nicht empfangen, auch da gebe ich Dir Recht.
3.) In punkto deiner gesamten restlichen Worte: Ich kann beim besten Willen nicht glauben, daß das Dein Ernst ist. Wir sind ein Schützenverein und keine paramilitärische Vereinigung oder ein Ableger der US-Marines. Bei allen Traditionen, die man selbstverständlich bewahren sollte, ist in erster Linie der Spaß an der Sache das Wichtigste.
Ich stimme auch dafür, das der Ablauf, Ort und Zeitpunkt des Kommerses vielleicht mal überdacht werden sollte. Aber nur das und nicht, wer daran teilnehmen darf.
Ein "Offizier", egal ob Kompanieführer oder Bataillionskommandeur, ist im Schützenverein ein Gleicher unter Gleichen, nichts mehr und nichts weniger. Ein Vorstand (Kompanie, Bataillon oder Regiment) ist für die Schützen da und nicht die Schützen für den Vorstand.
Der Kommers sollte für alle Schützen bleiben und ich bin strikt dagegen, denselbigen zu einer Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung für Leute zu machen, die denken "Hoppla, jetzt bin ich aber Wichtig". Vielmehr sollten die Ehrungen der "normalen" verdienten Schützen in den Vordergrund rücken und nicht wie bisher am Schluß stattfinden, wenn eh keiner mehr zuhören will oder kann. Und übrigens: wenn der Zeitpunkt und Ort des Kommers weiterhin so bleiben, ist unser traditioneller Zapfenstreich in spätestens 7 Jahren kaputt. Wobei die vielberedete Alternative "Tennishalle" aus Kosten-/Nutzenrechnung indiskutabel ist und bleibt.

Zum Abschluß ließ bitte die Worte unseres Lohner Schützenliedes mit Bedacht:

1.) Grüß dich Lohne, du Stadt, die wir lieben,
heute findest du keine Ruh.
Wenn wir Schützen durch Lohne maschieren,
grüßen Freunde und winken uns zu.
2.) Laßt uns fröhlich die Tage genießen,
Alt und Jung schau'n nicht auf die Zeit.
Lohner Schützen sind stets guter Laune,
und auch immer zum Helfen bereit.
3.) Frohes Lachen und frohe Gesichter,
blauer Himmel und Sonnenschein.
Grüß dich Lohne, Stadt der 1000 Schützen.
Wir sind Lohner und wollen es sein.

Da steht was von Fröhlichkeit und guter Laune drin, und nichts vom Militär, Schliff und Komißgehabe. Lieber Frank, mit Deinen Einstellungen solltest Du unser Präsident werden, denn dann würde die 3. Strophe des Liedes in Bezug auf die Anzahl der Lohner Schützen auch wieder stimmen.

Viele Grüße
Christian Kröger
"Hauptmann" 12. Kompanie Brink-Süd

Montag, 31.07.06 13:27

St.St-L aus Lohne Rießel

Weiter so mit den Einträgen ins Gästebuch. So macht das Lesen richtig Spaß. Jetzt verstehe ich das Plakat "Misch Dich ein! " auch erst.

Gruß St.St-L

Montag, 31.07.06 11:33

Schütze seit über 17 Jahren aus Lohne aus Hamberg in Lohne

Tag Kameraden!

Meiner Meinung nach sollten wir aus unserem Schützenfest keine Lachververanstaltung machen!
Wer von Euch will allen Ernstes einen zweiten Krötenumzug?
Montags die Anzugserleichterung bei gewissen Temperaturen ist völlig angebracht, man sollte es aber nicht übertreiben! Viele unserer Zuschauer kommen extra wegen unserer disziplinierten Marschordnung, die zum Umzug gehört!
Zitat: (Christian Tombrägel)
"Wer Schützenfest als Ersatzbefriedigung für eine nicht erreichte Karriere beim Militär oder im Berufsleben ansieht, hat den Zeitgeist verschlafen. "
Lieber Christian, wir können gerne über unser Schützenfest diskutieren! Keine Frage!
Aber solche Aussagen sind wirklich schwach!
Hoffentlich hast du ein befriedigendes Berufsleben!
mfg

Mario Kreymborg (Feldwebel)

P.S.: Ohne Schützen würde es auch keine Ofiziere bzw. Unteroffiziere geben. "Ein Hauptmann bzw. Feldwebel ist so gut wie seine Schützen sind!"

Sonntag, 30.07.06 19:14

Christian Tombrägel

Zum "Hauptmann" Meistermann:
Der Kommers gehört zum Schützenfest wie der Ausmarsch und die Proklamation. Er sollte nicht nur für Offiziere reserviert sein. Denn auch ein "Schütze Arsch" hat Interesse an den Festreden und Ehrungen. Dass du das anders siehst, merkt man schon an der Ausschmückung deines Namens mit dem überflüssigen Zusatz Hauptmann.
Das Schützenfest soll Spaß machen. Warum sollte ein Umzug - vor allem am Montag - nicht lustiger gestaltet werden? Bunte Gewehre, kreativer Verzierungen der Hüte und "ungewöhnliche", aber ansehnliche Marschordnungen sorgen für Begeisterung im Publikum. Das sollte beim Ausmarsch im Mittelpunkt stehen und nicht das "Zur-Schau-Tragen" von Orden und dicken Schulterklappen.
Wer Schützenfest als Ersatzbefriedigung für eine nicht erreichte Karriere beim Militär oder im Berufsleben ansieht, hat den Zeitgeist verschlafen.

Und außerdem: "Stoppt den Bierpreis-Wahnsinn!!"

Freitag, 28.07.06 11:14

Hptm. Frank Meistermann aus Lohne frank.meistermann@ewetel.net

Zum Schützenfest 2006:

Zum einen muss man eines ganz deutlich hervorheben: Das Festzelt war absolute Weltklasse und absolut repräsentativ für alle Besucher. Großes Lob an unseren Festwirt. Das spricht sich rum.

Ganz objektiv muss man feststellen, dass unser Festwirt sich bei all seinen Tätigkeiten legal im Rahmen seines Vertragswerkes bewegt. Er tut nichts Verbotenes, sondern gestaltet das Fest für sich nach dem größtmöglichen Nutzen. Ob das moralisch alles vertretbar ist, muss er für sich als Lohner Bürger selbst entscheiden. Die Fehler sind hier definitiv vom alten Vorstand gemacht worden und die langfristigen Folgen müssen wir nun mal über uns ergehen lassen und diese wahrscheinlich aussitzen. Das Kind ist hier vor Jahren bereits in den Brunnen gefallen.

Schlimmer ist die Art und Weise, wie sich der Gesamtverein in den letzten Jahren repräsentiert. Unser Verein hat eine stärkere militärische Prägung als alle anderen Vereine. Die Art und Weise des Antretens am Sonntag und Montag entwickelt sich nicht positiv. Ich denke, dass hier die Weißröcke in Abstimmung mit den Kommandeuren mehr Schliff einfordern müssen und bei Bedarf auch aktiv eingreifen dürfen. Es ist dem König, Thron und Ordensträgern gegenüber mehr als unwürdig, wenn diesen mit dem Rücken zugewandt oder auf Bierkisten sitzend entgegentreten wird. Mit der augenblicklichen Einstellung brauchen wir zum 400. Jahrestag keine Vertreter von Funk und Fernsehen zu bestellen.

Zum anderen denke ich, dass es nicht unbedingt stilvoll ist, mit bunten Regenschirmen, Spielzeug und überdimensionalen Wasserpistolen auszumarschieren. Für meinen Geschmack grenzt das fast an Steinfelder Verhältnisse. Hier muss man entscheiden, ob man sich in Richtung Karneval verändern will oder ob man alt bewährtes Brauchtum beibehält. Allein die Tradition verbietet es uns meiner Meinung nach, eine karnevalistische Prägung herbeizuführen.

In punkto Kommers denke ich, dass man diesen grundlegend ändern sollte. Ich kenne die vertraglichen Bindungen zu unserem Festwirt nicht, aber man sollte zu einem kleineren "Offiziersabend" zurückkehren. Kein einziger Kommers in dem großen Festzelt hatte jemals diese einzigartige Stimmung und Flair wie bei den Veranstaltungen im Hause Saalfeld. Der Kommers sollte den Offizieren, Gästen und zu ehrenden Personen vorbehalten sein und deutlich kürzer im Ablaufplan sein. Gleichzeitig könnte man auch damit alle Schützen dazu anspornen, mehr für unseren Verein zu leisten, um dieser Veranstaltung beiwohnen zu können oder entsprechende Ämter zu übernehmen, zumal auch hier die Lustlosigkeit der Schützen in den Kompanien steigt, diese Ämter zu bekleiden. Auch die Frage nach hochkarätigen Festrednern würde sich dann nicht mehr stellen. Lasst doch einfach südoldenburger Originale zu uns sprechen. Das ist doch das, was alle wollen.

Wir sollten dringend aufhören uns selbst zu zerfleischen. Wir haben weit mehr als 2.000 Schützen bei knapp 26.000 Einwohnern. Während bei vielen anderen Festen die Besucherzahlen drastisch einbrechen, können wir uns immer noch behaupten. Dieses Fest polarisiert eine ganze Stadt und seine Einwohner. Wir haben jährlich von donnerstags bis dienstags einen absoluten Ausnahmezustand, weil sich eine ganze Stadt seinen Gästen in bestem Licht darstellen und ausgelassen feiern will. Ich glaube, dass es etwas Vergleichbares dieser Art nicht gibt. Wir müssen alle an uns arbeiten und uns verbessern, um dieses Fest weiterhin auf diesem hohen Niveau zu festigen. Ich bin nach wie vor stolz auf unser schönes Schützenfest und kann an dieser Stelle abschließend nur auf das einfache aber aussagekräftige Motto unserer Regimentsfahne von 1608 verweisen: "Miteinander-Füreinander!"

Dienstag, 18.07.06 17:07

Jürgen Wempe aus Lohne j.wempe@bergmann-online.de

Alle Einträge beschäftigen sich mit Kritik am Festwirt. Aber keiner macht Nägel mit Köpfen.
Meiner Meinung nach entwickelt sich das traditionsreiche Lohner Schützenfest immer mehr zu einer Abzockerei, da sich unserer 1. Präsident gegenüber unserem Festwirten nicht objektiv verhält oder sich nicht objektiv verhalten kann. Die Zivilbevölkerung dürstet ja schon nach Negativmeldungen jeglicher Art. Und unser Festwirt gibt Nahrung ohne Ende.
Themen wie Bierpreise, ausreichende Sanitäterversorgung rund um die Uhr, sowie Verhaltensirritationen unseres Wirten gegenüber uns Schützen interessiert ganz Norddeutschland, nur uns mündige Schützen nicht.
Jeder kritisiert nur unter vorgehaltener Hand, aber keiner geht an die Öffendlichkeit oder hat konstuktive Vorschläge, wie man aus der Umarmung der Herrn Arlinghaus herauskommt. Wir sind doch Weltmeister im Spenden sammeln.
Wie sieht´s aus mit der Geldbörse eines jeden
Schützen. Last uns spenden und uns freikaufen aus den Knebelverträgen. Wir sollten Herrn Arlinghaus und unserem Präsidium zeigen, das wir mehr können als nur Schützenfest feiern. Packen wir´s an.

Mit Schützengruss

Jürgen Wempe